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Posteo zur Mär von der "Abhör-Schnittstelle"

Erstellt am 29.Januar 2014, 18:05 Uhr | Kategorie: Blog

Liebe Posteo-Nutzer,

in diesem Blogbeitrag geht es um ein Thema, das viele von Ihnen verunsichert und zu dem wir aktuell zahlreiche Anfragen erhalten. Es geht darum, auf welche Art deutsche E-Mailanbieter Daten an Ermittlungsbehörden übergeben, wenn ein richterlicher Beschluss zur Herausgabe oder Überwachung eines E-Mailpostfachs vorliegt.

Die Computerzeitschrift c`t schreibt hierzu in Ihrer aktuellen Ausgabe (4/2014):

“E-Mailprovider mit mehr als 10.000 Kunden müssen eine so genannte SINA-Box betreiben, die den Mailverkehr aller Kunden ausleiten kann, ohne dass es der Provider oder der Kunde bemerkt.”

Das ist falsch. Es ist deutschen Behörden nicht möglich, ohne das Wissen eines Providers auf E-Mails von Nutzern zuzugreifen. Und eine SINA-Box hat keinen Zugriff auf die Systeme eines Providers.
Wir haben die Redaktion um Richtigstellung gebeten. Sie hat den Fehler inzwischen eingeräumt und eine Richtigstellung im c’t-Blog veröffentlicht. Da wir nicht alle Anfragen persönlich beantworten können, möchten wir nun an dieser Stelle darüber informieren, wie es sich mit der SINA-Box verhält:

Bei Posteo steht bisher keine SINA-Box.
In der Telekommunikations-Überwachungsverordnung gibt es die Pflicht für Telekommunikations-Anbieter, ab einer Teilnehmerzahl von 10.000 einen speziellen Computer (SINA-Box) aufzustelle